Physio-Therapie Praxis für Hunde und Katzen

Indikationen

ATHROSE

Arthrosen sind chronische Gelenkserkrankungen, in deren Verlauf im Gelenk Knorpelgewebe immer mehr zerstört und zunehmend knöchernes Material zugebildet wird.

Diese Gelenkveränderungen werden oft relativ spät bemerkt, da sich im frühen Stadium keine oder kaum funktionelle Behinderungen zeigen. Erst wenn vermehrt Abriebprodukte im Gelenk anfallen (z.B. wegen Überbelastung), entsteht eine Gelenkkapselentzündung, die sich dann durch Schmerzen bemerkbar macht.

Ursachen

– Fehlstellungen und damit Fehlbelastungen eines Gelenkes (bzw. einer gesamten Gliedmaße)
– Verletzungen (z.B. Bänderrisse, Verstauchungen, Ausrenkungen, Absprengungen)
– entzündliche Veränderungen
– Operationen mit Eröffnung der Gelenkkapsel
– altersbedingte Arthrosen (Abnutzungserscheinungen)

Symptome

– im frühen Stadium: Lahmheit oder Steifigkeit
– im fortschreitendem Stadium: permanente Lahmheit und Steifigkeit (verstärkt sich bei Belastung, kaltem Wetter oder nach längerer Ruhezeit)


HÜFTGELENKSDYSPLASIE (HD)

Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden.

Unter HD versteht man eine Fehlbildung der Hüftgelenke, d.h. die beiden gelenksbildenden Knochen – die Gelenkspfanne und der Oberschenkelknochen – passen nicht korrekt aufeinander. Die HD ist zu großen Teilen genetisch bedingt.

Ursachen

– Bei der Entstehung einer Hüftgelenksdysplasie spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle, vor allem Vererbung und verschiedenste Umwelteinflüsse (z.B. Ernährung, Belastung und Haltung). Kein Hund wird mit HD geboren, sondern sie entwickelt sich während der Wachstums-Periode in den ersten 15 Lebensmonaten.

– Im frühen Stadium kann oft eine mangelnde Straffheit der Bänder (und dadurch eine Instabilität des Hüftgelenks) festgestellt werden. Durch diese Instabilität „rutscht“ der Oberschenkelkopf in der Gelenkspfanne herum und schlägt diese aus. Die Gelenkspfanne weitet sich auf und flacht ab, damit kann der Oberschenkelkopf nicht mehr korrekt geführt werden und es entwickeln sich Arthrosen.

Symptome

Durch die tägliche Fehlbelastung des Hüftgelenks entwickeln sich bleibende Arthrosen. Die Folgen sind Schmerzen im Hüftgelenk. Die Hunde versuchen, die hinteren Gliedmaßen zu entlasten. Durch den daraus entstehenden Muskelschwund werden die Arthrosen weiter gefördert, da die stützende Muskulatur fehlt.

Die Folgen sind:

  • – Geringere Aktivität, Bewegungsunlust
  • – Spontane Lahmheiten
  • – Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • – Einschränkung der Gelenkbewegungen
  • – Muskelathropie der Hinterhand

BANDSCHEIBENVORFALL

Genauso wie wir Menschen können auch Hunde einen Bandscheibenvorfall bekommen.

Die Bandscheibe liegt zwischen zwei Wirbelkörpern und erfüllt eine wichtige Stoßdämpferfunktion, gleichzeitig ermöglicht sie eine beschränkte Beweglichkeit der einzelnen Wirbelkörper untereinander. Bei einer Bandscheibenvorwölbung verlagert sich der Gallertkern im Faserring, sie ist Vorstufe des Bandscheibenvorfalls. Beim Bandscheibenvorfall tritt Material der Bandscheibe aus und drückt in den Wirbelkanal.

Ursache:

– Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben

Symptome:

– starke Schmerzen
– Lähmungserscheinungen
– Hunde wollen keine Treppen mehr steigen oder nicht mehr ins Auto springen (Schmerzsymptomatik)
– Bewegungsdrang deutlich reduziert
– Reagieren auf Berühren oder Aufheben äußerst empfindlich
– Nachschleifen von Extremitäten
– aufgekrümmter Rücken (Karpfenrücken)
– Taubheitsgefühle (eventuell verbunden damit ausgeprägtes Lecken an diesen Stellen, z.B. der Hinterhand)
– Harn- und Kotinkontinenz

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